Samstag, 28. Mai 2016

Kein Internet weit und breit!

Hallo zusammen!

Wir haben aktuell leider kein Internet. Das Dorf, in dem wir seit ein paar Tagen sind, ist nicht an das Netz angeschlossen - auch mal schön :) Nachschub gibt es dann ab Montag! Jetzt genießen wir erst einmal Santa Catalina und gehen morgen früh noch einmal surfen :)

Jetzt hoffe ich, dass diese Nachricht mit dieser Miniverbindung rausgeht...

Samstag, 21. Mai 2016

POLO Beach!

Dem Polo Beach wollen wir einen eigenen Artikel widmen.

Ich bin ein bisschen zurück mit dem Posten, weil wir in den letzten Tagen sportlich sehr aktiv waren und ich abends einfach zu platt war, um noch etwas zu schreiben. Also hier ein kurzer Abriss der letzten Tage: Von Samstag bis Mittwoch waren wir auf der Inselgruppe Bocas Del Toro - über die ersten paar Tage dort haben wir ja bereits berichtet. Am Mittwoch sind wir dann nach Bouquet gefahren, einem kleinen Dorf in den Bergen, dass auf 1200 Metern Höhe liegt. Heute früh sind wir dann nach drei Nächten weitergezogen und nun auf der anderen Seite der Berge in dem bekannten Adventure-Hostel "Lost and Found".

Doch davon später... Am Dienstag haben wir den Polo Beach besucht - ein ziemlich einsamer Strand auf der Rückseite unserer Insel in Bocas. Um zu dem Strand zu gelangen muss man zunächst mit dem Wassertaxi zu einem Steg fahren, die Insel einmal überqueren indem man zur gegenüberliegenden Seite läuft. Dort gelangt man an den Red Frog Beach. Von hier aus muss man etwa 45 Minuten am Strand entlang und durch den Dschungel, um dann endlich anzukommen. An dem Strand gibt es nur eine einzige Hütte. Hier lebt Polo, ein Mann, der schätzungsweise 75 Jahre alt ist. Er lebt hier seit 50 Jahren, hat dem Strand seinen Namen gegeben und stellt Kokosnuss-Öl her. Fast alles, was er zum Leben braucht, gibt ihm die Natur, und ab und an mietet er ein Boot und fährt in die Stadt, um sein Öl zu verkaufen und Dinge einzukaufen.

Von Polo erzählt und uns auf seine Fährte gebracht hat uns Chris, ein Deutscher, der ein kleines Hostel auf unserer Insel führt. Er hat uns mit vielen Grüßen zu ihm geschickt und uns eine Packung Zigaretten für ihn mitgegeben.

Polo hat uns viel erzählt - wir haben etwa die Hälfte von seinem genuschelten Englisch verstanden... Außerdem hat er uns gegen ein paar Dollar ein Mittagessen angeboten, bestehend auf Fisch mit Reis und Bohnen, frisch gekocht auf seinem super modernen Ofen (siehe Bilder unten :) ).

An dem Strand selber waren wir komplett alleine. Wir sind (nach einer gemein Attacke von Ameisen!!) geschnorchelt und haben eine Menge Fische gesehen. Ein Fischschwarm hat uns komplett umrundet und ist um uns gekreist - ein super Erlebnis!

Für den Rückweg hat Polo und zwei grüne Kokosnüsse mit einer Machete geöffnet und uns einen Strohhalm gegeben, um das Wasser zu trinken. Davon angefixt haben wir auf dem Rückweg unseren ersten Versuch gestartet eine Kokosnuss OHNE Werkzeug zu öffnen. Wir haben uns eine braune ausgesucht, da bei denen genügend Fleisch zum Essen da ist (dafür meistens weniger Kokosnuss-Wasser). Nach ca. einer halben Stunde reißen und hauen mit Steinen und auf Felsen haben wir es tatsächlich geschafft und wurden mit einem leckeren Snack für den Weg belohnt :)

Insgesamt war es mit Sicherheit einer der schönsten Tage!

Die Ereignisse der letzten Tage liefere ich so schnell wie möglich nach :)












Montag, 16. Mai 2016

Oh wie schön ist PANAMA.....

Und wieder haben wir das Land gewechselt. Am Samstag haben wir uns von Costa Rica aufgemacht und sind mit mehreren Bussen und zwei Wasser-Taxis zunächst über die Grenze und dann zur Inselgruppe "Bocas Del Toro" im Norden Panamas gefahren. Um von Costa Rica nach Panama zu kommen, muss man den Grenzfluss zu Fuß über eine Brücke überqueren. Bisher waren unsere Grenzüberquerungen über Land immer ziemlich witzig - das Niemandsland zwischen den Gebäuden ist irgendwie seltsam. Es ist etwas ganz anderes über einen Flughafen in ein Land einzureisen! Ab und an sieht man Patrouillen, die illegale Grenzüberquerer erwischen wollen. Auch wir wurden ca. einen Kilometer nach der Grenze noch einmal von bis zu den Zähnen bewaffneten Männern kontrolliert.

Hier in Bocas Del Toro wohnen wir in "Bubba´s House" - einer sehr trendigen Backpacker-Absteige. Da Low-Season ist, ist überall weniger los. Zudem haben wir uns nicht auf der Hauptinsel einquartiert, sondern auf der Nebeninsel "Bastimentos", auf der es weder Autos noch Straßen gibt. Neben unserem Hostel gibt es noch ca. fünf andere, die jeweils eine kleine Bar und ein Restaurant haben. Ansonsten besteht das Dorf aus ein paar weiteres Häusern von Einheimischen und zwei Supermärkten - viel mehr gibt es hier nicht! Das ist eigentlich sehr entspannt, jeder kennt jeden und abends trifft man sich in einer von den paar Bars zur Happy Hour.

Fortbewegen kann man sich hier ausschließlich zu Fuß oder mit den Wasser-Taxis. Gestern haben wir einen traumhaften Ausflug mit zehn anderen aus unserem Hostel gemacht. Zunächst sind wir an der "Sloth-Island" vorbei gefahren, auf der es viele Faultiere gibt, die sich unendlich langsam bewegen oder komplett faul herumhängen und gar nichts tun - was für ein Leben! Nach einer schnellen Fahrt mit dem Motorboot durch die Mangrovenwälder, die es hier überall gibt, haben wir dann mitten auf dem Wasser angehalten und einen Stopp zum Schnorcheln eingelegt. Endlich konnten Philipp und ich unser Schnorchel-Set einweihen!  Das Riff war wirklich toll und wir haben einige Fische und tolle Unterwasserpflanzen gesehen. Die Gruppe wollte leider relativ schnell weiter und wir haben uns vorgenommen am nächsten Tag einen weiteren Schnorchel-Trip in Angriff zu nehmen!

Danach sind wir zu einer unbewohnten Insel gefahren, die unter Naturschutz steht: Traumhafte Karibikstrände und ein kleiner Urwald in der Mitte. Beim Umrunden der Insel mussten wir oft schwimmen, da die Bäume so weit ins Wasser ragen.

Zum Abschluss haben wir eine ziemlich coole Bar besucht, die auf Stelzen über dem Meer gebaut ist (wie fast alles hier, u.a. auch unser Hostel). In der Blue Coconut Bar gibt es Hängematten im Wasser  und ebenfalls einen ziemlich guten Schnorchelplatz. Wir haben uns gestern Abend allerdings nur ein paar Cocktails gegönnt und unseren riesigen Hunger gestillt.

Heute haben wir dann wie geplant eine weitere Schnorchel-Tour unternommen. Wir sind wieder zu der blaue Coconut Bar, die uns super gefallen hat, und haben dort abwechselt einen Kuba Libre getrunken und sind geschnorchelt - Das Leben könnte schlimmer sein! Heute hatten wir also alle Zeit der Welt und haben die Unterwasserwelt genossen. Wir haben orangerote Seesterne, Wasserigel, riesige Seegurken und viele bunte Fische gesehen. Außerdem ein paar Tiere, die wir überhaupt nicht einordnen können - vielleicht kann uns jemand helfen? Eine Art Unterwasserspinne (??) und einen kleinen Octopus, aber mit einem ziemlich flachen Kopf und schwarz (??) Was auch immer das war...

Leider haben wir keine wasserfeste Kamera und können die Unterwassereindrücke nicht mit euch teilen... Auch hatten wir meist keine Kamera oder kein Handy dabei - hier auf der Insel gibt es ein paar üble Leute und wir haben schon welche kennen gelernt, die (mit vorgehaltener Waffe!) ausgeraubt wurden... Also ist hier nur Handtuch und eine Flasche Wasser angesagt!







Samstag, 14. Mai 2016

Einen Monat unterwegs!

Heute ist der 14. Mai und wir sind schon einen Monat unterwegs! Kaum zu glauben... Die Zeit ist wirklich schnell vergangen! Bisher hatten wir viele Höhen und nur sehr wenige Tiefen. Das größte "Tief" war wohl die Einreise nach Costa Rica bei der wir unter Stress noch ein Ausreiseticket organisieren mussten, um ins Land gelassen zu werden, während die anderen Insassen unseres Reisebusses auf uns warten mussten.... die dachten sich wohl: Immer diese Gringos!

Heute werden wieder eine Grenze überqueren und nach Panama weiterreisen. Um ein ähnliches Spektakel heute zu vermeiden, sitzt Philipp gerade neben mir und bucht einen "FAKE-Flug". Bei der Airline Spirit kann man Flüge innerhalb von 24 Stunden wieder stornieren - das ist also unser Plan :)

Wo wir gerade bei Tiefpunkten sind: wenn man ständig auf Reisen ist, schläft man offensichtlich in vielen Zimmern und Betten und muss sich immer an neue Gegebenheiten anpassen. Gestern Abend mussten wir leider feststellen, dass unser Zimmer in einen kleinen Zoo mutiert ist. An die Eidechsen haben wir uns längst gewöhnt - die fressen wenigstens die Mücken... Ein weiterer Bewohner ist allerdings ein sehr großer Käfer! Wir haben ihn den Käfer genannt, um die Sache zu beschönigen - leider handelt es sich um eine sehr große Kakerlake, die seit vorgestern im Gibel haust. Gestern Abend kamen dann zwei weitere Bewohner hinzu: zwei Fledermäuse, die von Zeit zu Zeit in einem Affenzahn durchs Zimmer sausen. Wir haben versucht die Gastgeber von unserem B&B ausfindig zu machen, um vielleicht in einem anderen Zimmer für die Nacht zu bleiben - die waren leider ausgeflogen...

Naja wir haben die Nacht ganz gut überstanden und heute wechseln wir ja eh den Standort ;)

Gestern habe wir erneut den Nationalpark Cahuita besucht und uns faul an den Strand gelegt. Einmal haben wir die Augen geöffnet und festgestellt, dass in dem Baum über uns ein paar Affen auf unsere Rücksäcke lauern. Wir haben schon öfters miterlebt, dass die süßen Affen ziemlich aggressiv werden können, wenn sie etwas haben wollen, und haben schnell Reißaus genommen. Danach haben wir dicke Stöcke zur Verteidigung neben uns gelegt.

Beim Verlassen des Parks haben wir dann noch einen  Amerikaner getroffen, der uns auf eine kleine gelbe Schlange im Gebüsch aufmerksam gemacht hat. Wir wussten, dass es diese Schlangenart in dem Park gibt, dachten aber, dass sie viel größer wären und haben deshalb quasi falsch Ausschau gehalten. Also haben wir doch noch einen Blick auf die "Eyelash-Viper" oder zu Deutsch "Greifschwanz-Lanzenotter" werfen können. Aus sicherer Entfernung habe ich ein Foto geschossen - ein Biss ist oft tödlich oder führt zu Vergiftungen und Amputationen...

Ansonsten geht es uns weiterhin prächtig und wir werden uns weiterhin fleißig mit Bildern und Geschichten melden :)





Donnerstag, 12. Mai 2016

Malerisches Karibikdorf Cahuita

Und wieder einmal hatten wir in den letzten Tagen Erlebnisse, die wir gerne mit euch teilen möchten. Wir haben uns entschieden den nördlichen Teil der Karibikküste Costa Ricas auszulassen und sind von der Pazifikküste über die Hauptstadt San Jose nach Cahuita gefahren. Warum haben wir den Norden ausgelassen? Costa Rica ist echt schweineteuer und wir wollen in den nächsten Tagen nach Panama düsen - dort hoffen wir auf Besserung... :)

Damit wir nicht so viele Stunden am Stück im Bus sitzen, haben wir auf dem Weg zu anderen Küste eine Nacht in San Jose verbracht. In jedem Reiseführer steht, dass man die Stadt getrost auslassen kann, da es hektisch zugeht und die Stadt einfach nicht schön ist. Wenn man nicht viel Zeit hat, kann ich dem nur beipflichten, aber wenn man so viel Zeit hat wie wir, kann man durchaus etwas Nettes an der Stadt finden :) Nach all den kleinen Dörfern und der Natur war die hektische Stadt eine nette Abwechslung. Wir haben über Airbnb bei einer Yogalehrerin übernachtet und ich durfte sogar an einer Gratis-Yogastunde teilhaben! Dabei habe ich zwei nette Jungs kennengelernt, mit denen Philipp und ich abends Essen und einen Absacker (Cacique Guaro - ein furchtbaren Zeug!) trinken waren. 

Außerdem konnten wir ein paar Dinge erledigen: Philipp war beim Friseur (mit mehr oder minder zufriedenstellendem Ergebnis... ) und wir haben uns jeder ein Schnorchel-Set zugelegt (An der Stelle kam kurz Stress auf, weil Philipp seine Kreditkarte an der Kasse hat liegen lassen... Im Zimmer angekommen sind wir in Panik mit einem Taxi wieder zurück gedüst!!). Zum Glück ist alles gut gegangen... :)

Am nächsten Tag sind wir fünf Stunden in einem Bus bei 40 Grad mit schreienden Kindern nach Cahuita gefahren. Die Mühe hat sich gelohnt und wir sind wieder in einem kleinen Paradies! Wir haben eine kleine Outdoor-Küche und das Gästehaus hat einen wunderschönen Garten mit Pool. Beim Kochen sind vier Tukane mit ihren langen bunten Schnäbeln auf dem Baum neben unserer Hütte gelandet und ein Agutis im Garten herumgewandert. Den Agutis haben wir bisher noch nicht vor die Linse bekommen! Die Gastgeber haben zudem eine riesige Dogge und zwei niedliche Babykatzen, die abends um uns herumlaufen und auf uns klettern.

Heute haben wir über Tag den Nationalpark Cahuita erkundet und stolze 13,7 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Der Wanderweg verlief teils durch den Dschungel, teils am Strand entlang. Leider darf man ohne Führer doch nicht alleine Schnorcheln - vielleicht buchen wir morgen eine Tour. Wir wurden trotzdem mit einer Menge neuer Tiere belohnt! Neben den bereits bekannten Affe, Faultieren, Leguanen etc. haben wir Schlangen gesehen (und dieses Mal auch knipsen können), neue Krebsarten entdeckt, einen Rochen im Wasser gesichtet und bunte Spinnen fotografiert. Die riesigen Schmetterlinge, die es hier in allen Farben gibt, sind für unserer Kamera leider auch zu schnell :)



San Jose
Unser Garten in Cahuita
Tukane im Garten!



Unsere neuen Krebsentdeckungen











Montag, 9. Mai 2016

Monteverde und Manuel Antonio

Hallo zusammen!

Und wieder haben wir nach nur drei Tagen eine Menge zu berichten.
Nach der Vulkanregion haben wir uns aufgemacht und sind nach Monteverde gefahren. Monteverde heißt "grüner Berg" und ist eine Naturschutzregion im Herzen Costa Ricas. Das Gebiet liegt auf ca. 1300 bis 1550 Metern und wir sind beinahe in eine Kältestarre verfallen, als wir den Bus verlassen haben! Temperaturen von 15-20 Grad sind wir nicht mehr gewohnt... :)

In dem kleinen Ort Santa Elena haben wir ein Hostel gefunden und uns informiert, was man in der Region alles erleben kann. Schnell wurde klar, was das Highlight Nummer 1 ist: Zip Lining! Mit einer Seilrutsche durch den Dschungel rasen. Mir war sofort klar, dass der Besuch in Monteverde für mich kein Zuckerschlecken wird!! Ich leide an Höhenangst... Vor der Reise habe ich mir jedoch vorgenommen diese zu bekämpfen und was soll ich sagen - es hat richtig Spaß gemacht und am Ende habe ich mich sogar getraut den "Tarzan Swing" zu machen! Man lässt sich aus einer Höhe von ca. 10 Metern fallen und schwingt nach einem kurzen freien Fall wie Tarzan an einem Seil. Philipp hat das Ganze etwas gelassener gesehen :) Bilder dazu gibt es weiter unten. Der Nebelwald und die runden Hügel des Gebirges haben uns in der Region sehr gefallen!

Aktuell sind wir in Manuel Antonio, ein kleines Städtchen an der Pazifikküste. 300m von unserem Hostel entfernt ist der gleichnamige Nationalpark, den wir heute besucht haben. Dieser Park darf meiner Meinung nach bei einer Costa Rica Reise nicht fehlen! Es gibt traumhafte Strände und viele, viele Tiere. Wer den Film "The Beach" gesehen hat, er könnte glatt an einem dieser Strände gefilmt worden sein. Tiefster Dschungel, ein kleiner Strandabschnitt mit weißem Sand und türkises Meer. 

Philipp hatte heute Augen wie ein Luchs! Er hat die meisten Tiere vor mir entdeckt... Wir haben viele Faultiere, Kapuzineräffchen, Leguane, einen weiteren Nasenbär und ein Schlange gesehen und von Zeit zu Zeit Brüllaffen gehört. Philipp hatte zudem eine kleine, sehr unterhaltsame, Auseinandersetzung mit einem Waschbären - der Waschbär wollte am Strand gerne Philipps T-Shirt klauen... Philipp konnte ihn aber davon überzeugen, dass das Shirt ihm gehört :) 

Morgen geht es weiter - wir wissen noch nicht wohin und machen uns jetzt gemütlich bei einer Tasse Tee an die Recherche.


























Vielen Dank an den Extra-Tipp!

Mit diesem Beitrag möchten wir uns ganz herzlich beim Extra-Tipp Krefeld bedanken! Die Zeitung hat am Sonntag einen sehr schönen Artikel über uns und unsere Reise veröffentlicht und wird demnächst alle vier Wochen über uns berichten. Vielen Dank für das Interesse - wir freuen uns durch euch die Krefelder an unserer Reise teilhaben zu lassen!

Zum Artikel geht es hier:
http://www.extra-tipp-krefeld.de/die-stadt/suche-nach-dem-eigenem-traumpfad-aid-1.5964746




Freitag, 6. Mai 2016

COSTA RICA!


Nach unserem knapp dreiwöchigen Abenteuer Nicaragua sind wir am Dienstag nach Costa Rica aufgebrochen. Zwischen Nicaragua und Costa Rica gibt es gut einen Kilometer Niemandsland bis zum Gebäude für die Einreise, den man zu Fuß zurücklegt. Bei der Grenzüberquerung hatten wir leider Probleme: Man wollte uns nicht ins Land lassen, da wir kein Ausreiseticket besaßen und auch keinen Flug von einem anderen Land aus vorweisen konnten. Also mussten wir einen willkürlichen Bus aus dem Land raus buchen, den wir leider nie in Anspruch nehmen werden, da er nicht zu unseren Reiseplänen passt - 56 $ verschenkt...!

Hinter der Grenze sind wir ca. fünf weitere Stunden mit Bussen und Taxi zu unserem eigentlichen Ziel gefahren, La Fortuna. La Fortuna ist ein kleines, sehr touristisches Örtchen direkt am Fuße eines der aktivsten Vulkane der Welt, dem Arenal. Bis 2010 hat der Vulkan 34 Jahre lang täglich Lava und Asche gespuckt. Aktuell qualmt er "nur noch".  


Unser erster Eindruck von Costa Rica:

Es ist alles viel grüner!! Nach der durch die lange Dürre gezeichneten Landschaft Nicaraguas kommen wir uns vor wie im Auenland. Zudem sieht man hier kaum Wellblechhütten, die Häuser sind gepflegter und fast alle Straßen geteert. Die öffentlichen Busse sind deutlich komfortabler und: wir haben das erste Mal nach drei Wochen warmes Wasser und eine Klimaanlage in unserem Zimmer! Leider sind jedoch auch die Preise, besonders für Essen und Aktivitäten, etwa zwei- bis dreimal so hoch. 

Am ersten Abend haben wir sofort einen großen Glückstreffer gelandet. Ein Tourenanbieter für Kanu-Touren hat uns angesprochen, ob wir für einen Werbefilm morgen eine Kanutour machen würden. Wir würden eine ganztägige Kanutour machen können und dabei gefilmt werden. Das Ganze würde uns statt 108 $ nur 25 $ kosten. Da wir eh noch nichts für den nächsten Tag geplant hatten, haben wir zugesagt - und am nächsten Tag eine wirklich tolle Tour erlebt! Morgens früh sind wir zwei Stunden lang an Zuckerrohrplantagen, Ananas-, Bananen und Kakaofeldern, Mangobäumen und Yuccapalmen vorbei zu einem Naturschutzgebiet gefahren. Dort sind wir in Kanus umgestiegen und für die nächsten drei Stunden ganz gemächlich mit zwei weiteren "Werbe-Modells" auf einem Fluss geschippert. Die Artenvielfalt war umwerfend! Wir haben Schildkröten, verschiedene Affenarten, Faultiere und Kaimane (aus der Familie der Alligatoren) gesehen. Außerdem konnten wir riesige Igunana (Leguane) beobachten, die teilweise 1-2  Meter lang waren. Am Ende sind wir todesmutig in dem Fluss schwimmen gegangen! Es hieß, dass die Kaimane nur angreifen würden, wenn wir ihren Nestern zu nahe kämen. Tags darauf hat uns allerdings ein Einheimische eher davon abgeraten... Wir haben es jedenfalls gut überstanden :)


Der vielen Eindrücke nicht müde haben für den nächsten Tag eine Dschungel- und Vulkantour gebucht. Was für ein Erlebnis! Der Regenwald ist eine Welt für sich mit ganz eigenen Geräuschen und Gerüchen. Der Wanderweg war mehr als abenteuerlich: Auf allen Vieren und von oben bis unten mit Matsch bedeckt haben wir uns durch den Wald gearbeitet - was für ein Spaß :) Oben auf dem Vulkan angekommen (es handelt sich um den kleineren und erloschenen Nachbarvulkan des Arenal) wurden wir mit einer tollen Langune belohnt! Es folgte ein nicht weniger spannender Abstieg und ein Besuch in einem Museum mit Infos zum Arenal. Auf unserem Weg ist uns ein Nasenbär begegnet und wir konnten Tunkane beobachten. Nach Einbruch der Dämmerung haben wir an einem Teich im Dschungel tolle Frösche und Fireflies (übergroße Glühwürmchen) gesehen. Zum Abschluss sind wir in einer heißen Quellen schwimmen gegangen. Das Wasser entspringt in der Nähe des Arenal und wird durch dessen innere Hitze auf ca. 38 Grad erwärmt. Hier haben wir Masken aus Vulkanschlamm für unsere Gesichter bekommen und einen Cocktail getrunken. Nach 10 Stunden sind wir dann völlig erschöpft, aber überglücklich wieder zuhause angekommen. 


Bilder von unseren neusten Erlebnissen gibt es hier:


Unsere Kanutour






Die Vulkanwanderung bei La Fortuna